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HAMBURGER LINIE!

 

„Der Gipfel – Performing G20“ Dokumentarfilm von Rasmus Gerlach

BRD 2017, 77 Minuten

 

Rasmus Gerlach wurde als jugendlicher Demonstrant schon mit dem stärksten Wasserwerfer beschossen und hat sich in seinem Film „Gefahrengebiete & andere Hamburgensien“ bereits intensiv mit Polizeigewalt auseinandergesetzt. Zu G20 hat er im FCMC alternativen Medienzentrum gearbeitet, Performance-Künstler und Filmprojekte wie das "Hamburger Gitter" unterstützt - zu dem "Der Gipfel - Performing G20" eine gute Ergänzung ist.

  Anfang Juli 2017 tauchte Rasmus mit einem Team von fünf Kamera-Leuten tief in das Protest-Geschehen rund um den G20-Gipfel ein und dreht einen persönlichen Film. Auf den Straßen finden Protest-Performances als neue Form des Demonstrierens viel Anklang, doch die bunten Szenen werden bald von den Bildern der Gewalt-Eskalation überschattet. Das Filmprojekt holt die interessanten Momente der Aktionskunst auf den Demonstrationen wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zurück.

 

Die berühmteste Performance lieferte „Die Frau auf dem Panzer“ ab. Sie wurde, um ihre Performance zu beenden, sogar aus nächster Nähe von Polizisten mit Pfefferspray beschossen, von der Polizei hinter einen Wasserwerfer gezerrt und mißhandelt - unter anderem stach ein Polizist ihr mit den Fingern in die Augen. Diese sehr gut dokumentierte Aktion, die sich direkt vor dem Springer-Haus abspielte, wird zur Schlüsselszene. Sie wurde von Aktivisten schon nachinszeniert ...

 Webseite: Der-Gipfel.Hamburg

 

 

SANKT PAULIS STARKE FRAUEN - REEPERBAHNER*INNEN

Regie: Rasmus Gerlach Kamera:Skrollan Alwert, Irene Bude, Oleg Welk und Rasmus Gerlach  Musik: Liverbirds, Station 17

Besetzung: Eve Champagne, Schwester Irmela, Julia Staron, Mary Dostal, Bernadette La Hengst,Tina Uebel, Birgit Dunkel  
Länge 82 Minuten

So wurde Sankt Pauli noch nie gezeigt: von der weiblichen Seite. Das neue Gesicht entstand seit einer Gewalt-Eskalation im Stadtteil. Nach den unter dem Namen "Klobürsten-Revolution" bekannt gewordenen Gefahrengebiete-Demos auf St. Pauli vor 5 Jahren brauchte die Davidwache eine neue Leitung. Zum allgemeinen Erstaunen entschied sich die Polizei für eine Frau als Chef, die sich schon bald darauf im Museum wiederfand - als Ausstellungsstück im klitzekleinen Sankt Pauli Museum, in guter Gesellschaft mit Burlesque-Performerin Eve Champagne (Foto) und anderen Starken Frauen von Sankt Pauli. Fürs Museum zeichnete Rasmus Gerlach ihre Geschichten auf und sammelte so Dokumente über Business-Feminist*innen, eine Klofrau und die legendäre Kneipenwirtin Ille, die im Dokumentarfilm „Heiligabend auf Sankt Pauli“ ausschenkte. Zu sehen ist die Szene im Film des gerade verstorbenen Dokumentaristen Klaus Wildenhahn, der sein letztes Filmgespräch mit dem Filmemacher in der Kiez-Klause führte – dem einstigen Gefilde eben jener Ille. An Wildenhahns letztem Kneipenabend wurden Kurzfilme gezeigt - mit Fanfrauen vom FC Sankt Pauli - aber auch eine japanische Teezeremonie. Bei den Recherchen stellte sich heraus, dass beinahe alle Reeperbahnen*innen von auswärts kommen. Ausnahme: Franca Cuneo: „Ich bin mit Elbwasser getauft“ sagt die Chefin des ältesten Italieners Deutschlands. Das Restaurant ihrer Familie überlebte zwei Weltkriege. Fremde wurden auf dem Kiez immer schnell heimisch. Francas Familie ist auch in der Flüchtlingshilfe dabei.  Sankt Pauli hatte besonders auf Liverpool stets magnetische Kräfte und so strandeten die Liverbirds auf dem Kiez. Bassistin Mary wollte damals ursprünglich Nonne werden, erzählt sie Gitarristin Bernadette La Hengst, Beide liefern den Soundtrack. Im Museum sind sie noch nicht, auch Nonnen-Schwester Irmela sucht man dort vergeblich, doch dafür gibt es nun diesen mutigen Dokumentarfilm.

Holt Euch entweder das Double, nur „Der Gipfel – Performing G20“ oder nur „Sankt Paulis Starke Frauen“!

 

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